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Thema: Audi S2 3B Motor verbrennt Wasser

  1. #1
    Neuling
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    Audi S2 3B Motor verbrennt Wasser

    Hallo

    Ich habe nach einer Motorüberholung bei unserem Rallye Quattro jetzt das Problem bei meinem 3B Motor das dieser Wasser verbrennt.
    Angefangen hat das ganze so:
    Der Motor wurde komplett überholt, incl.Zylinderkopf planen usw.
    Die ersten Probefahrten liefen gut und es war alles i.O.
    Nach 2 Rallyes (ca.500 km) insgesamt habe ich weißen Qualm im Stand bemerkt.Auch hatte etwas Wasser gefehlt. Dann der Supergau. Als ich nach ca.30 min. wieder starten wollte,passierte gar nichts. motor machte eine halbe Umdrehung und Ende.
    Also Zünderzen raus und starten. Jetzt kamen richtige Wasserfontänen aus den zündkerzenbohrungen geschossen, ausserdem war jetzt jede Menge Wasser im Motoröl. Erster Verdacht, Kopfdichtung.
    Also:
    Kopf abbauen und nachschauen.
    Bei der Metallkopfdichtung konnte man aber keinerlei Schäden feststellen, allerdings zeigte Der Kolbenboden des ersten zylinders schon erste "Wasserschäden".
    Also:
    Zylinderkopfdichtfläche vermessen, war OK
    Neue Kopfdichtung rein und das ganze wieder zusammengebaut, neues Öl rein und angelassen.
    Motor lief zu erst gut.Nach ca. 4-5 mal Warmlaufen lassen kam der Qualm wieder, nur mit dem Unterschied das jetzt nicht mehr die Zylinder und das Motoröl mit Wasser "geflutet" wurden.
    Meine Frage ist nun:
    Hat das von euch schon mal jemand gehabt und an was könnte das noch liegen???
    Kann es sein das auch schon die kleinste Unebenheit am Motorblock dazu führt das die Metallkopfdichtung nicht mehr 100%ig dicht ist???
    Ich wäre echt für alle Tipps danbar!!!

    Gruß
    Richard

  2. #2
    Super-Moderator Avatar von Zoidberg
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    Hey,

    ja, kleinste Umebenheiten führen zu Undichtigkeiten. Denn wenn der Motor warm/heiß ist, dehnen sich ja die Materialien aus.

    Ist denn der Qualm weniger geworden? Es kann nämlich durchaus sein, dass sich noch Wasser in der Abgasanlage gesammelt hat, wenn er vorher so viel "verbrannt" hat. Hast du auch den Block auf Verzug geprüft?
    Viele Grüße,
    Oliver

  3. #3
    Neuling
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    Habe heute nach ca. 3 tagen Standzeit den Ölstand kontrolliert und siehe da, schon wieder wasser im Öl,und das ohne den Motor nochmal laufen zu lassen.
    Der Block hatte eine minimale unebenheit das letzte mal,das sich das aber jetzt so schlimm auswirkt hätte ich nie gedacht.Werde das ganze wohl nochmal auseinandernehmen und den Block planen lassen.

  4. #4
    Neuling
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    2. Versuch

    Hallo zusammen.

    Nachdem ich nun den ganzen Motor nochmal auseinander genommen habe war ich heute mit Block und Zylinderkopf beim Motorinstandsetzer.In voller Erwartung den Fehler in einem verzogenen Block oder Kopf zu finden stand für mich fest beides planschleifen zu lassen.
    Die Ernüchterung kam dann nach aufspannen beider Teile auf die Planschleifmaschine.
    So gut wie nichts verzogen,denn schon durch wegnahme von nur 3/100 mm hatte ich eine absolut plane und glatte Dichtfläche.
    Der Motorfuzzi hat mir versichert das mein problem auch mit Metallkopfdichtung nicht durch so geringe abweichungen entstanden sein konnte.Nach abdrücken des Kopfes konnte auch Wasserverlust durch Rissbildung ausgeschlossen werden.
    Jetzt gehen mir schon langsam die Ideeen aus woran der massive Wasserverlust liegt.
    Das einzige was mir jetzt noch einfällt wären die Zylinderkopfschrauben.
    Ich habe hochfeste ARP Bolzen drin. Im Forum wurde mal ein Anzugsmoment von 108 NM mit ARP Fett genannt. Ich habe sie 40-60-80-100-110 angezogen. Kann es sein das 110 zu viel ist? Ich hab mal was von 81NM gelesen, was mir aber zu wenig erschien.Mein Motorfuzzi hat auch gemeint das es durchaus sein kann das bei den hochfesten Schrauben 110 nm zu viel sein können da sich die ja nicht dehnen.
    Hat jemand erfahrungen mit den ARP Schrauben, was Drehmoment,Anzugsschritte und eventuelles Nachziehen betrifft???, Wäre echt dankbar für sämtliche hilfreichen Infos.

    Gruß
    Richard

  5. #5
    Neuling
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    An deiner Stelle würde ich mal bei dem Hersteller der Schrauben anrufen und nach dem Anzugsmoment fragen!

    Ich kann doch keinen Zylinderkopf mit einem Anzugsmoment anziehen das ich aus unverlässlichen Quellen habe. Normal steht das auch bei den Schrauben dabei! Du hast sie ja hoffentlich auch nicht 2 mal verwendet?

    Hast du den Block auch abgedrückt bzw auf Risse kontrilliert?

    Dann würde ich noch alle stellen wo Wasser und Öl gleichzeitig durchlaufen (zb Öl/Wasserkühler kombination) überprüfen! Weiß nicht wie es beim S2 ist, aber bei meinem S4 läuft das GetriebeÖl noch mit durch den Wasserkühler. Evt bei dir ja das Motoröl.

    lg

  6. #6
    Hallo,

    also das Drehmoment von den Kopfschrauben stimmt, hab die gleichen drinnen. Gehören mit 80 ft lbs angezogen 1 ft lbs entspricht 1,355 NM also genau genommen 108,4 NM Hab meine mit 40, 65, 90 und dann ebenso mit 110 NM angezogen und das ganze 3 mal wiederholen (ist bei den ARP´s so vorgeschrieben) und natürlich in richtiger Reihenfolge von innen nach aussen. Die 81 NM sind bei den ARP Bolzen von den Hauptlagern. Die Gewinde vom Motorblock gehören nachgeschnitten (ist ein ganz normales Gewinde, in jedem Gewindeschneidsatz drinnen) danach die Schraubenlöcher sorgfältig mit Druckluft ausblasen und die Bolzen (ebenso fettfrei) von HAND eindrehen auf keinen Fall mit dem kleinen Inbuss der oben auf dem Bolzen ist anziehen nur Handfest klingt vielleicht komisch ist aber so. Der Motor muss warmlaufen, danach mindestens 12 Stunden abkühlen und dann die Schrauben noch mal kontrollieren und nachziehen, und gelengentlich gehören diese Schrauben sowieso kontrolliert da es keine Dehnschrauben sind. Und die Bolzen kannst du natürlich öfters verwenden das ist ja auch der Sinn der Sache da bei einem Leistungsgesteigerten Fahrzeug die Wahrscheinlichkeit ja um einiges höher ist den Kopf mal abnehmen zu müssen als bei einem Serienfahrzeug und man dann ja andauernd neue Schrauben brauchen würde und natürlich auch die Haltbarkeit der Bolzen. Allerdings wenn er niergends wo Hitzerisse hat und die Flächen auch Plan sind und die Schrauben richtig angezogen sind weis ich leider ansonsten auch keine Fehlerquelle mehr. Als einziges kann ich mir dann auch nur noch den Block vorstellen wie bo!ng schon geschrieben hat evtl. zwischen einem Öl- und Wasserkanal ein kleiner Haarriss. Hoffe dir damit etwas geholfen zu haben

    mfg Mike

  7. #7
    Neuling
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    Problem endlich behoben

    So, nachdem nach dem Zusammenbau und warmlaufen lassen nach dem abkühlen wieder wasser im Öl war zweifelte ich langsam an meinem Verstand!!!
    Egal ob 81 oder 110 NM, immer das gleiche Problem.Sogar das anziehen in 10NM Schritten half nix.
    Also neuer Versuch zum Letzten mal.
    Neue Kopfdichtung rein, und diesmal neue Original Zylinderkopfschrauben genommen und mit Original Anzugsmomenten angezogen....... und siehe da- Funktioniert tadellos.
    Bin jetzt ca. 500 km gefahren und hatte keine Probleme mehr. Ladedrücke von 1,75 Bar vertragen anscheinend die Originalschrauben ohne zu murren.
    Also nix mehr ARP Schrauben, die kommen mir auf jeden Fall in keinen Motor mehr rein.

  8. #8
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    Guten Morgen,

    ich kann nicht verstehen das du Probleme mit den ARP Stehbolzen hattest... habe die auch meinem verbaut und seit vielen Jahren problemlos. Nicht das du da irgendeinen Nachbaumist erwischt hast?
    Gruß Michi

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