Ich räume auf mit dem Vorurteil: Diesel NICHT billiger!!!

Diskutiere Ich räume auf mit dem Vorurteil: Diesel NICHT billiger!!! im Off Topic und Geplaudere Forum im Bereich Allgemeines Forum; Hier mal eine kleine Kostenzusammenstellung von Dieseln vs. Benziner bei gleicher Laufleistung. Die Kosten für Anschaffung des Fahrzeugs sowie...

Falcon99

Hier mal eine kleine Kostenzusammenstellung von Dieseln vs. Benziner bei gleicher Laufleistung. Die Kosten für Anschaffung des Fahrzeugs sowie Steuer sind geschätzt, Faktoren wie Inspektionen, Wertverlust, teurere Diesel-Versicherung sind nicht mit eingerechnet. Die steigenden Spritpreise sind ebenfalls nicht mit eingerechnet, diese betreffen aber Diesel und Benziner im gleichen Maße.

Gleich mal eines vorweg: Es sieht nicht so gut aus für den Diesel, wie jeder denkt!!!

Wenn ihr keine Lust habt, euch alles durchzulesen, dann schaut gleich ganz unten!


Größere Motorisierungen:
2.7 TDI 177 PS:
--> Laufzeit 5 Jahre, ohne Versicherung
Steuer: ca. 400 € --> 5 Jahre: 2000 €
Anschaffung: 45.000 €
Kilometer: 25.000 /Jahr
Verbrauch: 08 Liter / 1.139 --> Geld pro Jahr für Sprit: 2278 € --> 5 Jahre 11390 €
________
58390 €
Gesamtkosten 5 Jahre ohne Wertverlust, ohne Versicherung, ohne Inspektionen, ohne dieseltypische Reparaturen

2.4 Benziner 177 PS:
--> Laufzeit 5 Jahre, ohne Versicherung
Steuer: ca. 180 € --> 5 Jahre: 900 €
Anschaffung: 40.000 €
Verbrauch: 11 Liter / 1.309 --> Geld pro Jahr für Sprit: 3599 € --> 5 Jahre 17995 €
Kilometer: 25.000 / Jahr
________
58895 €
Gesamtkosten 5 Jahre ohne Wertverlust, ohne Versicherung, ohne Inspektionen


Resümee für größere Diesel:
--> Ein Diesel hat sich bei gleicher Fahrleistung reparaturbereinigt erst nach 5 Jahren amortisiert ggü. einem gleich starken Benziner.

--> Die Inspektionen sind noch nicht eingerechnet, die beim Diesel konzeptbedingt teurer ausfallen als beim Benziner. (Allein schon der Ölwechsel kostet 180-200 €)

--> Durch die wesentlich aufwändigere Diesel-Technik sind beim Diesel teurere Reparaturen an der Tagesordnung. Allein ein zweimaliger Austausch des Luftmassenmessers in den 5 Jahren à 400 € verschiebt die Kostenrechnung noch mehr zugunsten des Benziners. Der LMM kann zwar auch beim Benziner kaputt gehen, ist aber weit unwahrscheinlicher, d. h. typische Diesel-Krankheit.

--> Versicherung ist beim Diesel teurer.

--> Wenn beim Diesel nach 7-8 Jahren bei 175.000-200.000 km verschleißtbedingt der Turbolader kaputt geht und ein Austausch gegen einen neuen ansteht, werden wieder 2500 € fällig, die beim Benziner mangels Turbo nicht zu erwarten sind.

--> Durch die Volkskrankheit Chiptuning sind weitere teure Reparaturen beim Diesel zu erwarten, die es so einfach nicht gibt beim Benziner mangels der Möglichkeit des effektiven Chiptunings.

Kosten für ein durchschnittliches Autoleben mit größerer Motorisierung:
Gesamtkosten Benziner nach 10 Jahren mit obigen Kriterien, Kilometerstand 250.000 km:
(ohne Versicherung, ohne Inspektionen, ohne Wertverlust)
77790 €

Gesamtkosten Diesel nach 10 Jahren mit obigen Kriterien, Kilometerstand 250.000 km: (ohne Versicherung, ohne Inspektionen, ohne Wertverlust, aber dieseltypische Reparaturen: 3x LMM ausgetauscht à je 400 €, 1x Turbotausch à 2500 €)
75480 €

--> Auf den ersten Blick ist nach 10 Jahren zwar der Diesel leicht günstiger, aber mit Einrechnung der Zusatzkosten (Inspektionen, Versicherung beim Diesel teurer dürfte es wieder anders aussehen bzw. sogar der Benziner billiger sein. D. h. auch nach 10 Jahren, ca. d. h. über ein durchschnittliches Autoleben hinweg bleibt der gleichstarke Benziner günstiger.


Und nun noch ein Vergleich von kleineren Diesels vs. Benziner:
1.9 TDI 105 PS:
--> Laufzeit 5 Jahre, ohne Versicherung
Steuer: ca. 300 € --> 5 Jahre: 1500 €
Anschaffung: 32.000 €
Kilometer: 20.000 /Jahr
Verbrauch: 5.5 Liter / 1.139 --> Geld pro Jahr für Sprit: 1253 € --> 5 Jahre 6265 €
________
39765 €
Gesamtkosten 5 Jahre ohne Wertverlust, ohne Versicherung, ohne Inspektionen, ohne dieseltypische
Reparaturen


2.0 130 PS:
--> Laufzeit 5 Jahre, ohne Versicherung
Steuer: ca. 130 € --> 5 Jahre: 650 €
Anschaffung: 27.000 €
Kilometer: 20.000 /Jahr
Verbrauch: 8.5 Liter / 1.309 --> Geld pro Jahr für Sprit: 2225 € --> 5 Jahre 11125 €
________
38775 €
Gesamtkosten 5 Jahre ohne Wertverlust, ohne Versicherung, ohne Inspektionen

--> Bei den kleineren Motorisierungen ist der Benziner nach 10 Jahren etwa ist der Benziner sogar deutlich günstiger als der vergleichbare Diesel:
Benziner: 50550 €, Diesel 51230 € (1x Turbotausch, 3x LMM-Austausch)Zusätzlich beim Diesel teurer: Inspektionen, Versicherung

Gesamt-Resümee:
--> Bei großen wie bei kleineren Motoren fährt man mit dem Benziner auf die Dauer billiger, bei gleicher Fahrleistung. Bei den großen könnte es sein, dass sich die KOsten etwa die Wagge halten, bei den kleineren Motorisierungen ist in jedem Fall der Benziner billiger.

--> Für Vielfahrer könnte ein Diesel billiger sein, aufgrund des Faktors Verbrauch und Benzinkosten. Es ist aber aufgrund des typischen Vielfahrerfahrstils (schnell, verschleißfreudig) mit noch häufigeren teuren Reparaturen beim Diesel zu rechnen. Dennoch könnte der Diesel sich bei richtigen Vielfahrern (ab 35.000-40.000 km /Jahr) als etwas billiger erweisen. Ich habe das nicht durchgerechnet.

--> Das vorige Argument wird allerdings durch folgenden Sachverhalt wieder entkräftet: Wird der Neuwagen alle 2-3 Jahre getauscht, wie es viel Vielfahrerwagen der Fall ist, so hat der Diesel wegen seiner höheren Anschaffungskosten keinerlei Chance mehr, einem gleichstarken Benziner kostensparenden Benziner Paroli zu bieten.

Zwei wichtige Sätze zum Schluß, mehr müßt ihr nicht wissen:
--> Ist die Fahrleistung beim Benziner zu Diesel gleich (ca. 20.000-25.000 km), fährt man mit dem Benziner günstiger. Fährt man mit dem Benziner weniger als mit dem Diesel (15.000 km), so ist der Benziner sogar deutlich günstiger.

--> Letztendlich ist man mit dem Benziner billiger unterwegs. Ich erkläre das Argument, Diesel seien bei gleicher Fahrleistung günstiger, für ungültig.

--> Und es auch immer eines Frage der persönlichen Vorliebe, was man lieber fährt. Ich kann Diesel allein schon wegen ihres Lärms, ihres Gestanks und ihrer Umweltfeindlichkeit nicht haben. Und da wir jetzt alle wissen, dass Diesel gar nicht billiger sind, können wir weiterhin ruhigen Gewissens BENZINER fahren.

--> UND: DIE REINEN TANKKOSTEN SIND ÜBERHAUPT KEIN ARGUMENT!!!
 

DaMan

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Ich hatte mir das auch schon mal ausgerechnet. Mein Resümee ist das der Diesel überhaupt nicht tragbar ist und gegen Autogas Haus hoch verliert. Je größer die Motoren desto größer ist der Unterschied nachher.
Daher niemals Diesel und lieber Spaß mit Gas.
 
Henrik313

Henrik313

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ich würd nichmal benziner fahren, wenn diesel doppelt so teuer is...

einmal diesel, immer diesel! :D
 
Janu

Janu

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Wirklich mal ein guter Vergleich.
Da kann ich ja dabei bleiben mir einen kleinen Benziner für den Winter zu zu legen^^
 
joe black

joe black

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Da hat sich jemand mal richtig Arbeit gemacht :respekt: :danke:
Ich fahre beide Varianten, Dienstwagen A4 1,9 TDI und zum Spaß Cabrio Typ 89 2,6. Der TDI ist schon ok, ich würde allerdings privat nicht unbedingt einen Aufpreis bei der Anschaffung bezahlen um Diesel fahren zu können. Das Cabrio macht natürlich viel mehr Spaß als die Alltagskiste und der
6-Zylinder läuft natürlich seidenweich. Fazit: Wenn ich's selber bezahlen muß, dann lieber Benziner!
 
Suerlänner

Suerlänner

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Diesel als alter Diesel ohne Turbo, schön mit PÖL zu fahren ist interessant.
Sind mit unserem T4 (AAB) nie billiger Auto gefahren, aber PKW Benziner und gut ist.

Für das was wir fahren lohnt nicht mal die Gasumrüstung.

Aber die Nation ist gespalten obwohl die V8 Diesel wie die Hölle gehen und echt Spaß machen. :D :D :D :D :D
 
tobi.k

tobi.k

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da muss ich meinem vorredner zustimmen: richtig schöner beitrag in dem viel mühe steckt.

insgesamt spiegelt der eingangspost genau das wieder, was mir bei dem kostenvergleich zwischen einem B5 Avant 1,9 TDI (130PS) und einem B5 Avant 1,8 T (150PS) auch aufgefallen ist. alleine der höhere anschaffungspreis, die deutlich höheren versicherungsbeiträge und steuern und die höheren wartungskosten des diesels machen sich durch den geringeren verbrauch und die günstigeren preise an der tanke bei gleicher laufleistung nie bezahlt!

wie schon gesagt wurde: lieber einen sauberen benziner fahren und spaß haben (den man zur not noch auf gas umbauen könnte) als einen rußigen heizöl-ferrari.
 

Maxi

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Solche Tests sind keine Neuigkeit, es gibt sie schon des Öfteren in der AMS und anderen Zeitschriften. Wichtig ist die Größe der Motorisierung. Und da gilt wie ersichtlich geworden ist:

Je größer der Motor umso Größer muss die Laufleistung sein um einen Vorteil zu haben.

Fahre deswegen trotzdem und trotz hoher Laufleistung Benziner...

MFG Max
 
Henrik313

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wieso sollen die diesels eigentlich teuer in der werkstatt sein?

beim v8 kostet der zahnriemen zB 200€, beim R5 keine 30€...und ölwechselintervalle unterscheiden sich auch nicht wirklich.
 

audirist

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Es geht hier weniger um die Materialkosten des Zahnriemens, als um die kürzeren Wechselintervalle und den höheren Arbeitsaufwand.

Die Rechnung von Falcon99 stimmt schon. Die meisten Dieselfahrer machen die übliche Milchmädchenrechnung und berücksichtigen nur die Kosten an der Zapfsäule. Denn das spürt man, daß die andern Unterhaltskosten das Bild verschieben, wird gern verdrängt.

Man muß allerdings sagen, daß sich die modernen Diesel schon sehr angenehm fahren. Der Mercedes 200 CDI, den wir als Firmenwagen haben, hat zwar mit 122 PS kaum mehr Leistung als mein Audi 80 Benziner mit 115PS, aber der Mercedes geht ganz anders ab, obwohl er schwerer ist.
 

Maxi

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Henrik313 schrieb:
wieso sollen die diesels eigentlich teuer in der werkstatt sein?

beim v8 kostet der zahnriemen zB 200€, beim R5 keine 30€...und ölwechselintervalle unterscheiden sich auch nicht wirklich.

Man sollte auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!

Vielleicht sollten bei deinen Überlegungen die Autos ähnliche Hubraum, bzw. Zylinderzahl haben...

MFG Max
 

cou_pé

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vorallem ist der Zahnriemen beim 5Zylinder einfach gewechselt als beim V8. Ausserdem kommen vorallem beim 5Zyl Diesel gerne mal sachen wie feste wasserpumpe und abgebrochene Haltebolzen des (ich glaube) KW-Rades dazu die dann auch schon mal zum Kapitalen Motorschaden führen können.

Hatten erst leztens eine A6 wo die Bolzen sich verabschiedet haben und der Zahnriemen übersprungen hat. Um an den Motor zu kommen müssen die Kühler weg.

Kompletter Kopf neu mit Ventilen und allem drumm und drann

Die verschraubungen vom KlimaKühler sind dabei korosionsbedingt abgerissen - somit neuer Klimakühler fällig usw. Ende des liedes ca 4500€ schaden. NUR MATEREAL und das nur wegen 3 Bolzen...

Arbeitszeit war ca 10 stunden.

Dieses Problem tritt aber nur bei den 2.5 Dieseln auf!
Bei den 2.3 Benzinern die auf dem gleichen rumpfmotor basieren NICHT.
- da kann höchstens der Zahnriemen reissen bei übermäßigem verschleiss - und dass kann auch beim Diesel passieren!

Nene ausserdem will ich keinen Traktor fahren sondern AUTO!
Und in ein auto gehört halt n Benzin-Motor fertig aus!

Seit ihr mal hinter nem neuen diesel hergefahren?!
Die riechen als würde die Chlor ausm auspuff spucken - ich bin immer froh wenn ich den dann irgendwo überholen kann.

Bäh nene dann lieber 3 stunden hinter nem 2-takter als 3 minuten hinter nem diesel!

MfG
quattro
 
Henrik313

Henrik313

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@ cou_pé
seit wann hat das kw-rad denn 3 bolzen?
----dasselbe kann auch dem benziner passieren. ich habe schonmal einen M5-motor gesehen, wo die steuerketten gerissen sind. ich könnte noch 1000andere beipiele anführen von benzinern.


Ende des liedes ca 4500€ schaden. NUR MATEREAL und das nur wegen 3 Bolzen...
tja wenn man sich auch noch alles vergolden lässt




naja, ok, vergleiche ich mal nen golf 3 110PS tdi und nen golf 3 gti 8V mit 115PS. das sind dann 2 ebenbürtige autos.


der diesel hat quasi kaum wartungskosten, nur alle 15.000km ölwechsel, wieder benziner auch, alle 90.000km zahnriemen und ansonsten nicht mehr als der gti hat. der turbo hält bei den ewig, und wenn er bei 400.000km den geist aufgibt kauft man sich für 150euro nen gebrauchten neuen.


versicherung sind beide gleichauf, steuern zahlt der diesel 150euro mehr, der gti verbraucht bei flotter fahrweise 10l, der diesel bei sehr schneller 6l.



also das der diesel in der wartung teurer ist kann ich nicht bestätigen.


Ende des liedes ca 4500€ schaden. NUR MATEREAL und das nur wegen 3 Bolzen...
tja wenn man sich auch noch alles vergolden lässt
 

Mounty

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Vielen Dank Falcon99. Du sprichst mir aus der Seele.

Nach eigenem A3 TDI, diversen 320d Dienstwagen und gestern sogar einen neuen Passat TDI, bin ich jedesmal froh, wenn ich die Ölpumpe wieder abgeben kann.

Bei der ganzen Diskussion wird aber einer außer Acht gelassen.

Die Kopfschmerzen und das Ohrensausen, wenn man nach 200 km Autobahn aus dem 4-Zylinder Dröhn-TDI aussteigt.

Kann man das auch in Euro aufrechnen?
 
Henrik313

Henrik313

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das liest sich hier wie eine selbsthilfegruppe der benzinerfahrer :D :D :D


...es geht nix über ein gepflegtes nageln mit einem dezenten pfeifen im hintergrund.


wie die rechnung ja nun feststellt, nimmt es sich KL-rechnerisch nix, ob diesel oder benziner, von daher muss jeder nach eigenen vorlieben entscheiden.
ich könnte auf das drehmoment nicht verzichten.

...und ich klinke mich jetzt hier aus aus der diskussion, weil es eh nix bringt.
 
Troymcclure

Troymcclure

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Falcon99 schrieb:
--> Durch die Volkskrankheit Chiptuning sind weitere teure Reparaturen beim Diesel zu erwarten!!!

Geil,du sprichst mir aus der Seele!!! :applause:
Sch... Billigpfusch!!!

Auch dein Benzin vs Diesel vergleich ist sehr gelungen.
Das habe ich mir schon immer gedacht aber Diesel fahren scheint ja seid ein paar jahren in Mode zu sein. :)
 

ParadoX

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So in etwa die Diskussion habe ich nuelich mit zwei Kumpels gehabt (Brüder). Die ganz Familie ist Dieselbekloppt. Papa fährt nen G4 TDI, Sohn1 nen G4 TDI, Sohn2 nen Polo SDI.
Bei Papa würde ich sagen gerechtfertigt, weil Mami nen langen Arbeitsweg hat. Aber Sohn1 hat 15-20tkm im Jahr zu fahren. Geht absolut nicht auf. Sein Argument ist allerdings: "Der geht ab. Ist halt nen TDI, nä... Und das Turbopfeifen erst." Dann macht er das Fenster immer auf, gibt Gas und was hört man 'Nagel, ötter, dröhn, nagel'
Und zum Thema "geht ab"... Naja, ich sag mal so. Bisher hat er es nicht geschafft mich zu überholen wenn er es drauf angelegt hat. Und das mit meiner angbelich ollen Karre.
Zu Sohn2: Ich sag nur eins: Polo SDI. 1,9 Liter Hubraum (bedenke die Steuern), SDI mit unter 70 PS. Der ist so zäh, langsam und langweilig. Das geht mal garnicht! :bored:
Wobei den 2. Sohnemann habe ich ja jetzt so weit weichgeklopft, das er schon überlegt nen Audi mit quattro zu kaufen und sogar als Benziner! Hat ihn das gelegentliche fahren meines B4 doch überzeugt?! Auch wenn er es nicht so direkt zugibt. :zwinker:
 

Mad Dog

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Na ja, ein ganz wichtiger Faktor ist in der ganzen Rechnung aber übersehen worden (und daher ist diese Rechnung für mich auch "Benziner-Verschönernd"):

Der Wertverlust bzw. Wiedervekauf wird in keiner Weise einbezogen! Sowohl bei der größeren, als auch bei der kleineren Motorisierung gehen die 5000,- Euro Mehrkosten für den Diesel voll in die Kostenrechnung ein. Daß ein 2,7er TDI nach 3 Jahren einen deutlich höheren Wiederverkaufswert hat, als ein 2,4er Benziner mit gleicher km-Leistung, ist wohl egal? Da kommen nämlich nochmal 2..3-tausend Euro drauf, die dann wieder auf die Plusseite des Diesel gehen...
In Bezug auf den kleinen Diesel: Wer sagt, daß hier 3 LMM und ein Turbolader für 2500,- innerhalb der 250tkm anfallen? Ich kenne persönlich mehrere Diesel, die mit 300tkm immer noch den ersten Turbo drinhaben, soviel nur dazu...

Und um das ganz klar zu sagen: Ich bin kein ausgesprochener Dieselfreund, für den es nichts anderes gibt (wie man wohl ganz klar an meiner Signatur sieht, schließlich ist da nur ein TDI dabei), aber man kann sich den Benziner auch schön rechnen...

Am kostengünstigsten ist zur Zeit wohl ein LPG-Umbau, da man dann die Kostenvorteile eines Benziners (Verschleißteile, Steuern, Versicherung) mit den geringeren Verbrauchskosten eines Diesels kombiniert. Aber einfach bei der Diesel-Rechnung den Wiederverkaufswert nicht zu berücksichtigen und (meiner Meinung nach) zu hohe Verschleißteilkosten pauschal einfließen zu lassen, lassen diese Vergleichsrechnung doch ein wenig subjektiv erscheinen... :?

Falcon, das ist echt nicht bös' gemeint, aber hat das Resümé Deiner Rechnung nicht schon vorher festgestanden?... :zwinker:

Gruß

Christian
 

Falcon99

Mad Dog schrieb:
Aber einfach bei der Diesel-Rechnung den Wiederverkaufswert nicht zu berücksichtigen und (meiner Meinung nach) zu hohe Verschleißteilkosten pauschal einfließen zu lassen, lassen diese Vergleichsrechnung doch ein wenig subjektiv erscheinen... :?

Falcon, das ist echt nicht bös' gemeint, aber hat das Resümé Deiner Rechnung nicht schon vorher festgestanden?... :zwinker:

Gruß

Christian

Nein, nichts hat festgestanden, ich wollte es mal wissen und habe angefangen zu rechnen.

Argument Wiederverkauf: Das, was ein Diesel beim Wiederverkauf an Mehrwert einbringt, ist weniger als das, was man zusätzlich für einen neuen Diesel ausgibt. Beispiel: Es macht einfach keinen so großen Unterschied, ob ich jetzt für einen 10jähriges Auto mit 250.000 km 3500 Euro bekomme oder als Diesel 5000 Euro. Das macht den Kohl auch nicht mehr fett.
Bei den 5jährigen kann man allerdings mit dem Diesel besser wegkommen, das räume ich ein.

ABER: Ich habe ja auch andere Faktoren nicht eingerechnet, wie Versicherung, Wartungskosten (kürzere Wartungsintervalle beim Diesel), sonst würde der Diesel noch viel schlechter dastehen.

Ich habe für die KFZ-Steuer Schätzwerte verwendet. Habe dann gestern bei www.kfz-steuer.de nochmal nachgesehen, und sah, dass ich gar nicht schlecht lag mit meiner Schätzung. Bei den großen Motoren ist allerdings der 2.7 TDI noch teurer (416 €, von mir 400 € gerechnet) und der Benziner noch billiger (162 €, von mir 180 € gerechnet). Das treibt die Rechnung noch mehr zugunsten des Benziners.

Übrigens ist es auch bei den kleineren Dieselmotoren tatsächlich nicht gerade selten, dass der Turbo hoch geht. So hochgezüchtet, wie die aktuellen 2.0 TDI zum Beispiel sind mit ihren 140-170 PS. ZKD-Schäden sind mit dem 2.0 TDI übrigens relativ häufig der Fall.

Dass ein 90 PS Diesel (z. B. der 1Z) 300.000 km mit dem ersten Turbo schafft (der wahrscheinlich auch gar keinen LMM hat), ist ja klar, aber mir geht es hier um Neuwagen. Autos, die man sich neu anschafft. Und bei denen gibt es keine so robusten einfachen Motoren mehr. Nichts an den Motoren hat sich in den letzten 10 Jahren so stark weiterentwickelt wie Dieseltechnik. Und das bringt Anfälligkeiten.
 

Anonymous100

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Falcon99 schrieb:
ABER: Ich habe ja auch andere Faktoren nicht eingerechnet, wie Versicherung, Wartungskosten (kürzere Wartungsintervalle beim Diesel), sonst würde der Diesel noch viel schlechter dastehen.
Genau!
Es sei hier nur einmal angemerkt, das bei "unseren" Fahrzeugen (mit Zahnriemen), dieser bei einem Diesel bei gleicher Laufleistung im Schnitt doppelt so oft gewechselt werden muß (mit allen Folgekosten WAPU...) wie bei einem vergleichbaren Benziner!

Den LMM laßen wir hier jetzt mal aus der Rechnung raus (obwohl der bei den Dieseln wirklich durch den Turbo (Ölrückstände in der Ansaugung) öftters Kaputtgeht als bei Saug-Benzinern).
Auch sind die Diesel heutzutage so aufgeblasen (Turbo, Drücke..) das ein Benziner mittlerweile die gleiche Lebensdauer/Laufleistung erreicht wie ein Dieselmotor.

Aber die meisten machen halt wie gesagt die "Milchmädchenrechnung" mit den KRST-Preisen.
Wir hatten schon Kunden die in 6 Jahren 30.000 km mit einem Diesel fahren nur wegen der Spritpreise :?
Wobei ein 6 Jahre alter Diesel mit 30tkm auf der Uhr wirklich einen Super Wiederverkaufswert hat :lol:

Letztendlich muß jeder für sich diese Rechnung aufstellen und auch die persönlichen Vorlieben mit einrechnen, wenn die Rechnung pari aufgeht (Motorgeräusch, Leistungsentfaltung, ect...).
 
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